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Zauber


Mit Wandelkonzert ab 17 Uhr: Zauberhafte Überraschungen im ganzen Frankiskaner-Kulturzentrum
Hauptkonzert ab 20 Uhr im Franziskaner-Konzertsaal

Franz Schubert: Ouvertüre C-Dur, op. 26 zum Schauspiel mit Musik „Die Zauberharfe“

Antonín Dvorák: Waldesruhe, op. 68 für Violoncello und Orchester
David Popper: Tarantella für Violoncello und Orchester op.33
Alexander Glasunow: Chant du menestrel op. 71 für Violoncello und Orchester
David Popper: Elfentanz für Violoncello und Orchester op. 39
Solistin: Simone Drescher

Anatoli Ljadow: Der verzauberte See, Ein Märchenbild für Orchester op. 62

Nikolay Rimsky-Korsakow: Skaska (Märchen) Sinfonische Dichtung op. 29





Ganz und gar zauberhaft wird das Sommerkonzert des Sinfonieorchesters mit einer Zauberharfe, Märchen und verzauberten Seen. Im Mittelpunkt steht das Cello, dessen spieltechnische Entwicklung im 19. Jahrhundert nicht zuletzt durch Cellovirtuosen wie David Popper einen großen Aufschwung nahm. Sie komponierten für ihr Instrument zahlreiche Paradestücke, in denen der unserer menschlichen Stimme so nahe, warme Celloton in einen faszinierenden Dialog mit atemraubender Virtuosität trifft. Als Solistin erleben Sie Simone Drescher.
Schubert hatte nicht gerade Glück mit seinen Bühnenwerken. So glücklich seine Hand bei der Auswahl der Gedichte zu seinen Liedern, so zweifelhaft ist oft die Qualität der Texte seiner Bühnenwerke. Der Text des mehrheitlich gesprochenen Ritterstücks oder Zauberspiels Georg von Hofmann ist verschollen, daher kann das Werk auf der Bühne nicht mehr aufgeführt werden.Tatsache ist, dass das Stück nach seiner Uraufführung 1820 im Theater an der Wien, mangels Erfolg aber bald wieder in der Versenkung verschwand. Die Ouvertüre der Zauberharfe gehört bis heute zum Konzertrepertoire, Schubert wusste um die Qualität seiner Musik und so rettete er die Ouvertüre vor dem Vergessen und verwendete sie für das romantische Schauspiel "Rosamunde, Fürstin von Zypern" 1823 ein zweites Mal, aber auch das Schauspiel "Rosamunde" war angesichts des schwer verdaulichen Librettos ein Misserfolg - die Musik gehört zum schönsten, was Schubert geschrieben hat.

Der verzauberte See von Anatolij Ljadow lässt den Hörer eintauchen in ein klingendes Bild bewegten Wassers: komponierte Stille, stets wandelbar, unwirklich schattenhaft mit raffiniert instrumentiertem, zauberhaft impressionistischem Kolorit. Ljadow war Mitglied der sogenannten „Zweiten Petersburger Schule“, einem Kreis von Komponisten um den Mäzen und Verleger Mitrofan Beljajew, der in der Nachfolge des „Mächtigen Häufleins“ stand. Dementsprechend spielte die russische Volksmusik für ihn eine große Rolle – er betätigte sich als Sammler und Bearbeiter von Volksliedern. Deutlich stärker als der überwiegende Teil seiner an Chopin orientierter Klaviermusik lehnen sich seine Orchesterwerke an die russische Volksmusik an. Nikolai Rimski-Korsakows "Hummelflug" und das orientalische Märchen von "Scheherazade" gehören zu den bekanntesten Werken russischer Tondichtung. Aber Rimsky-Korsakow hat wesentlich mehr komponiert: Der Aristokrat aus der Zarenzeit hat wie kaum ein anderer russischer Tonsetzer - mit Ausnahme Peter Tschaikowskys - eine Vielzahl großer Opern verfasst.
In der russischen Musik steht Rimski-Korsakow für Exotik und Zauberwelten voller Träume und Farben. Er verweigerte die ihm von seiner Familie aufgezwungene Marinekarriere zugunsten der Musik, "Die Zarenbraut", „Schneeflöckchen“ und "Das Märchen vom Zaren Saltan" mit dem berühmten "Hummelflug" hat er der Musikwelt geschenkt. Den sinfonischen Dichtungen und den Konzertouvertüren fehlen detaillierte Informationen über eine zugrundeliegenden Handlung, so auch bei Skaska (Märchen). Durch den Titel werden verschiedenartige fantastische Legenden ins Bewusstsein gerufen, die Elemente von Fantasie und Zauberkunst, von Magie, Zauberern und Fabelwesen wie Greifen und Drachen enthalten oder Szenarien anklingen lassen, wie sie uns etwa in den Märchen von Perrault, der Gebrüder Grimm und Bechstein bekannt sind. Die Musiker und Zuhörer sollen ihrer Vorstellungskraft freien Lauf lassen, was angesichts der plastischen Motivik, die sich nach einem „Es war einmal“-Erzählton allmählich zu folkloristischer Melodik verdichtet keine größere Herausforderung darstellen dürfte. Lassen Sie sich verzaubern und fühlen Sie sich wie im Märchen!